~~~~~~~~~~~~ 2017 ~~~~~~~~~~~~~

Session IPA

November 2017

Eigentlich sollte es ein Pale Ale werden ... mit allerdings "nur" 4,3 Vol.% Alkohol wäre das Pale doch etwas "schwach auf der Brust". Vier Hopfen, drei davon auch nachgestopft ... also alles eher ein schönes Session IPA.

Ziel bzw. erreicht: 12,0°P, 24 IBU, ca. 10 EBC, 4,3 Vol. %


PIPA

April 2017

Alle Welt braut neuerdings ein NEIPA (New England IPA) ... also höchste Zeit, dagegen zu halten mit einem "PIPA" (Pacific IPA). Waimea als Bitterhopfen und Wai-iti für das Aroma ... mehr Südsee geht nicht.

Ziel bzw. erreicht: 14,0°P, 36 IBU, ca. 18 EBC, 6,0 Vol. %


Dubbel (mal wieder)

Januar 2017

Ein neuer Dubbel-Versuch ... wieder die altbewährte Malzmischung, d.h. Winer, Pilsner und Münchner Malz ... verstärkt durch gut abgelagerten Candissirup. Die Wyeast 1214 (Belgian Abbey) kam trotz leichter Überalterung zum Einsatz und nun stehen die Flaschen in der Reifung. Bleibt abzuwarten, ob es diesmal besser geworden ist.

Ziel bzw. erreicht: 13,0°P, 17 IBU, ca. 100+ EBC, 5,3 Vol. %


~~~~~~~~~~~~ 2016 ~~~~~~~~~~~~~

Roggen Ale

Dezember 2016

3kg Roggenmalz waren im polnischen Gewinnerpaket im Winter 2015 ... höchste Zeit also für ein Roggenbier. Wiener Malz als Basis, dazu noch einige Cara-Malze ... mal sehen, wie sich die Geschmäcker ergänzen. Aber immerhin stand der Name dadurch sehr schnell fest: Vienna Cara-Rye.

Ziel bzw. erreicht: 15,0°P, 30 IBU, ca. 30 EBC, 6,0 Vol. %


Imperial IPA (single hoped)

November 2016

Spätherbst ... kalt, nass ... die richtige Zeit für ein Imperial IPA (auch wenn es erst in 3 Monaten ausgereift sein wird). Pale Ale Malz, dazu Münchner I, etwas Weizen und Carafa II + CaraAroma für die Farbe und den Geschmack. Eigentlich waren 21°P geplant ... ein Temperaturmessfehler (Thermometer in der Spindel ist kaputt, wie ich jetzt festgestellt habe) hat mich dazu verleitet, nochmal einen Liter Wasser zuzugeben. Damit sind es "nur" 18,5°P ... aber 8% vol. Alc. sind ja auch völlig in Ordnung (statt 9,5% vol. Alc.). Die US05 ist jedenfalls gut dabei (zu Sicherheit wurden diesmal 22g, also die doppelte Menge verwendet).

Eigentlich sollte es ja auch ein Imperial Stout werden, aber der Comet-Hopfen verdrängt den Maltcharakter und die Röstaromen sind auch im Hintergrund geblieben ... von daher eben ein imperial IPA.

Ziel bzw. erreicht: 18,5°P, 44 IBU, ca. 20 EBC, 8,0 Vol. %

 

"Secrets of Vic" Single Hop IPA

Oktober 2016

Vic Secret ... ein australischer Hopfen mit Aromen von Passionsfrucht, Annanas und Pinie. Eine schöne Zusammensetzung, die einfach nach einem Single Hop IPA verlangte. Es war gleichzeitig auch die "Braupremiere" in neuer Umgebung. Solange es keine Alternativen gibt, wird weiterhin "improvisiert". Na schaun' wir mal wie sich der erste Sud hier so entwickelt.

Ziel bzw. erreicht: 15,5°P, 44 IBU, ca. 30 EBC, 6,2 Vol. %

 


IPA (Armasi-Clon als Collaboration)

September 2016

Amarillo und Simcoe ... so schwer kann da doch nicht sein... oder? Egal ... gesagt, getan ... mit Martin (Handgemacht) und Holger (Bierlieb) haben wir zusammen einen Armasi-Clon gebraut und nach bestem Wissen und Gewissen den Hopfen verwendet. Das erste Ergebnis beim Abfüllen schmeckte schonmal vielversprechend ... schaun' wir mal, was am Ende daraus geworden ist.

Ziel bzw. erreicht: 16,0°P, 64 IBU, 24 EBC, 7,8 Vol. %


Milk Stout

April 2016

Nach Porter, Robust-Porter, Coffee-Stout, Imperial Stout musste nun ein Milk Stout her. Hierbei wurde das erste Mal ein IBU-Rechner verwendet, d.h. die letzte Hopfengabe doch noch etwas nach unten korrigiert ;-) ... vielleicht auch deshalb, weil die letzten Sude doch alle irgendwie recht bitter waren (keine IPA).

Ziel bzw. erreicht: 16,0°P, 25 IBU, 200 EBC, 5,0 Vol. %


Dubbel

März 2016

Eigentlich sollte es ein "Belgian strong Ale" werden, aber die Schüttung mit 80% Abbey Castle Malz statt klassischem Pilsner oder Bohemian war wohl etwas zu mutig dafür. Der PH-Wert ging auch in den Keller, sodass noch während des Brauens die Menge des Candis mal eben schnell verdoppelt wurde (geplant waren 450g - jetzt wurden es 900g). Herkules als Single-Hopfen klang auch etwas langweilig, daher noch Cascade (DE) spontan für 20min mit dazu gegeben ... wenn schon das Rezept "versauen", dann eben richtig ;-)

Ziel bzw. erreicht: 16,0°P, 30 IBU (etwas hoch), 200 EBC, 6,5 Vol. %


Champagner Weizendoppelbock

März 2016

Weizendoppelbock ist an sich schon eine schöne Sache ... dann aber noch mit Champagnerhefe vergoren klang richtig spannend. Dieses interessante Rezept aus der Datenbank (an dieser Stelle meinen Dank an Braumeister Andy) sah vor, dass 2/3 des Sudes mit typischer Weiss-Hefe und 1/3 mit Champagnerhefe vergoren werden. Wenn die Weiss-Hefe nach drei Tagen durch ist, geht dieser Teil ebenfalls zur Champagnerhefe und die legt mit diesem neuen Futter noch einmal richtig los. Am Ende Hopfenstopfen mit Nelson Sauvin bringt dann noch tolle Aromen mit in's Spiel.

Ziel bzw. erreicht: 20,5°P, 20 IBU, 23 EBC, 9,0 Vol. %


Coffee-Porter

Februar 2016

Nach den etwas rötigen Coffee-Stouts nun der Versuch eines weicheren Coffee-Porter. Zum Einsatz kam zwar eine andere Hefe (WLP005 statt WLP001), aber vielleicht bekommt das Porter damit auch etwas mehr "Einzigartigkeit" ;-) ... natürlich nur, solange die "Einzigartigkeit" nicht den Geschmack ruiniert.

Ziel bzw. erreicht: 13,5°P, 30 IBU, 92 EBC, 5,2 Vol. %


Dark Mild Ale

Februar 2016

Erster Versuch ein Bier zu brauen, welches wesentlich unterhalb von 5 Vol. % Alcohol liegt ... spannend. Das Mild Ale ist ein inzwischen nur noch selten zu findendes Bier, ursprünglich stammend aus England. Dort hat es dann Ende des 20. Jh. den stärkeren Bieren weichen müssen und war schlussendlich als "Opa-Bier" verpönt.

Dieser Sud wurde gleichzeitig gefilmt, um mit dem Material einen Kurzfilm über einen Brautag bei der "Wurst & Bier 2016" präsentieren zu können. Da sich die Würze nicht wie Schauspieler immer wieder von vorne behandeln lässt, musste jeder Handgriff vorher einmal theoretisch wegen Kamera- und Lichteinstellung durchgeprobt werden. Ehrlich gesagt war ich zufrieden, als nach 7,5 Stunden die Hefe in der Würze und der Film im Kasten war ;-)

Ziel bzw. erreicht: 8,0°P, 15 IBU, 48 EBC, 3,0 Vol. %




~~~~~~~~~~~~ 2015 ~~~~~~~~~~~~~

Black IPA 3.0

Dezember 2015

Ein dritter Versuch ... nicht, dass die vorherigen zwei Biere echt mies waren ... aber so richtig gut waren sie nun auch nicht. Zeit also für 3.0 - neue Rezeptur, d.h. auch neue Hopfen und andere Hefe. Erstmalig mit dazu auch Zucker. Es kann nur besser werden ;-). Meine Hoffnung in einen besseren Geschmack war so stark, dass es diesmal angepeilte 25L waren - die es wohl auch werden ... o.o

Ziel bzw. erreicht: 16,0°P, 60 IBU, 62 EBC (sieht mir eher aus wie 90+ ;-), 6,5 Vol. %


Russian Imperial Stout

Dezember 2015

Stout, ... Imperial Stout, ... Russian Imperial Stout - die Steigerungsformen des Stout ;-)    Schon oft angedacht und trotzdem immer wieder verschoben - das Russian Imperial Stout. Laut Rezept sollten es 13L mit 23,5°P werden ("nur" 13L, weil schon alleine dafür ingesamt 7kg Schüttung den Einkocher doch arg strapazieren).

Gesagt getan ... diesmal das dunkle Malz noch nicht gleich am Anfang mit eingerührt habe (könnte also was werden) - dafür aber das neue Impeller-Rührwerk verwendet habe. Sieht schick aus ... hat aber bei 6,5kg mit 16L Wasser seine Grenzen erreicht ... es rührte unten, oben war aber nur eine leichte Welle. Als nach 15min die Temperatursprünge zwischen 67°C und 70°C (eigentlich sollte die Kombirast 70min konstant bei 66°C laufen) nicht aufhörten, habe ich wieder zum "good-old-Handrührer" gegriffen ;-)

Das Abläutern lief gut, ... ich hatte zum Glück aber vorher den Rat eines Braukollegen gehört, der meinte, aus dem Nachguss solch' eines Bieres wäre ein zweites sehr lecker. Daher hatte ich diesmal kein schlechtes Gewissen, als ich nach ca. 15L (19°P) den Schlauch nur umschwenken brauchte. Ca. 7,5L sind nach 70min Kochzeit auf einen 5L-Sud mit 12,5°P heruntergekocht.

Damit war die "schlechte" Ausbeute des eigentlichen Bieres (12L statt 13L) wieder relativiert. Es wurde ein 21,5°P Russian Imperial Stout und ein 12,5°P Stout/Porter ... und damit war es das erste Mal, dass auf der Zoll-Anmeldung zwei Biere angemeldet wurden (Gesamtsumme EUR 1,37 ;-).

Ziel bzw. erreicht: RIS 21,5°P, 70 IBU, 110 EBC, 9,5 Vol. %; Stout: 12,5°P, 40IBU, 110 EBC, 5 Vol. %


Dunkles Weizen

November 2015

Es gab Zeiten, da war das dunkle Weizen das  einzige (alkoholische) Genussgetränk ... also mehr als überfällig, dieses Bier zu brauen ;-). Ich habe keine Ahnung, ob ich (in meiner "Übereifrigkeit") die verschiedenen Rezepte doch zu sehr ausgewertet habe ... heraus kam ein Rezept mit fünf (!) Rastzeiten - soviel "Zeitmanagement" hatte noch kein Bier vorher ;-). Da ich "Willamette" sehr mag, stand der Name auch sehr schnell fest ... schön war zu sehen, dass auch die WB-06 sehr schnell ihren "Geschmack" gefunden hat und ihre Arbeit aufnahm.

Ziel bzw. erreicht: 12,5°P, 20 IBU, 100 EBC, 5,0 Vol. %



Dunkler Bock

November 2015

Endlich sind im Keller ca. 12°C ... die richtige Zeit das erste untergärige Bier (einen dunklen Bock) in Angriff zu nehmen. Es wurde ein Gemeinschaftssud zu zweit an einem entspannten Mittwoch, d.h. alle gehen arbeiten und wir brauten unser Bier ... was aber ja eigentlich auch Arbeit ist. Die Hefe hat sich schwer getan am Anfang - vielleicht war es auch nur die persönliche Einschätzung, denn es war ja auch das erste Mal, eine untergärige Hefe zu erleben - da ist eben nicht sehr viel mit Schaum oben.

Ziel bzw. erreicht: 17,0°P, 27 IBU, 44 EBC, 7,0 Vol. %


Black IPA II

Oktober 2015

Nachdem das erste Black IPA nicht wirklich überzeugte, ging es nun frisch an's Werk mit einer völlig anderen Rezeptur ... die Enttäuschung war jedoch gross, als nach dem Kühlen der bekannte Geschmack des ersten Black IPA zu spüren war. Langsam der Meinung bin, das Röstmalz sollte vielleicht doch nicht gleich zum Anfang in die Maische sondern nur die letzten 10 min ;-) ... das Röstaroma kommt einfach zu stark durch und daher schmeckt es wie ein "wildgewordenes Hopfen-Stout" ;-). Na vielleicht passiert ja in den nächsten Wochen da noch was.

Ziel bzw. erreicht: 16,5°P, 65 IBU, 60 EBC, 7,0 Vol. %


Galaxy IPA

Oktober 2015

Der frisch geerntete Galaxy-Hopfen (Ernte 2015) roch derart verführerisch, dass es ein single hoped IPA werden musste, um das ausgeprägte Aroma (Zitrus/Maracuja) alleine im fertigen Bier zu erleben. Fünf Hopfengaben (von Vorderwürze bis Whirlpool) und noch ausstehendes Stopfen nach der Hauptgärung sollten dem IPA einen ausgeprägten Geschmack verleihen. Der Wasserverbrauch zur Kühlung hielt sich diesmal auch in Grenzen.

Werte: 15,0°P, 69 IBU (geschätzt), 13 EBC, 5,0 Vol. %


X-mas 2015

September 2015

Um dem Bier bis zum Dezember genug Zeit zur Reife zu geben, wurde es Zeit für das "X-mas 2015". Orangenschalen (mangels getrockneter Schalen wurden vier frische Orangen "gehäutet" und "entbittert"), Muskat, Ingwer, Zimt, Kardamom, Nelken, Piment ... es sah' aus wie in einer Weihnachtsbäckerei ;-). Aus diesem Grund war die Würze eher nur die "solide Grundlage" für die Aufnahme der Gewürzaromen, obwohl ... 25 g Röstmalz mussten einfach mit dazu ;-). Die neue Kühlschlange kam das erste Mal zum Einsatz - immerhin war damit der gesamte 20L-Sud nach 35 min. auf 23°C heruntergekühlt ... cool im wahrsten Sinne des Wortes, auch wenn der Wasserverbrauch im Verhältnis doch recht hoch war ... da muss noch 'dran gearbeitet werden (an der Einstellung der Zu- bzw. Durchflussgeschwindigkeit).

Werte: 17,0°P, 23 IBU (geschätzt), 20 EBC, 7,5 Vol. % 


Red Summer Pale Ale

September 2015

Nach den ganzen "hochprozentigen" Bieren sollte es für den Spätsommer nochmal etwas "süffigeres" sein (das Outmeal Stout braucht bestimmt noch 8 Wochen bis zur Reife) ... nochmals 5% Alc. bei jetzt aber nur 12% Stammwürze. Selbst das Läutern war trotz den 4% Maisgries kein grosses Problem. Die rote Farbe kam durch das Melanoidinmalz ansatzweise durch ... gespannt bin, wie das Ergebnis aussieht. Allerdings wäre der Plan eines leichteren Bieres fast schiefgegangen ... die 14% Stammwürze bei der Hefezugabe auf 12% "zu drücken", war nur durch die Zugabe von weiterem Wasser möglich. Immerhin werden es dadurch wenigstens bestimmt 20 Liter.

Werte: 12,0°P, 25IBU (geschätzt), c. 30 EBC, 5,0 Vol. %

Chocolate Outmeal Stout

August 2015

11,3% Chocolate Malz, 9,2% Haferflocken .... die träge, etwas ölige Maische hat die lange Kombirast (90min bei 70°C) aber gut, ohne anzubrennen überstanden. Nach dem Coffe-Stout muss doch auch ein Schoko-Stout machbar sein. Um die Sache "rund" zu machen, kamen 72% Marris Otter dazu (der letzte Rest war Carahell). Ein erstes tasting lässt Gutes erhoffen, der Hopfen ist dezent, das Choco-Malz kommt gut , aber nicht aufdringlich durch ... hoffe es bleibt so (Gärführung bei 20°C). Und es war der 11. 20-L-Sud ... also das erste "Steuer"-Bier in diesem jahr (EUR 1,41 sind schon gemeldet und bezahlt).

Ziel bzw. erreicht: 16,0°P, 36 IBU (geschätzt auch erreicht), 200 EBC (ist schön schwarz), 5,0 Vol. % ... STW war für ein Outmeal an der oberen Grenze, aber die Hefe wusst wohl, wann für ein Outmeal Schluss sein soll ... Alc. passt wieder ;-) ... die Farbe weit darüber hinaus - aber wenn hier ein Stout gebraut wird, dann schwarz ;-)

Werte: 16,0°P, 36 IBU (geschätzt), 200 EBC, 4,5 Vol. %


Apricot (Saison)

August 2015

Sommer - Zeit der Pfirsiche und Aprikosen ... der beste Grund ein Saison mit frischen Aprikosen anzusetzen. Erstmals wurde es ein sehr sehr helles Bier im Vergleich zu allen bisherigen Vorgängern (nur 12 EBC). Drei Kilogramm Aprikosen wurden zerkleinert, bei 88°C entkeimt und kommen dann nach der Hauptgärung in den Sud.

1. Nachtrag: Im Ergebnis ist die Farbe sehr schön ... das "Saison"-typische Saure ist ebenfalls sehr spürbar.

Werte: 16,5°P, 38 IBU, 12 EBC, 7,0 Vol. %

Robust Porter

Juli 2015

Whitbread London Porter 1850 (Mod) ... kräftiges, samtschwarzes Porter. Cremiger Schaum, voller Körper, malzig mit schönen Röstaromen und Anklängen an Kaffee und Schokolade, kräftiger Hopfenabgang ... Soweit die Theorie, das Ergebnis wird frühestens Ende September wirklich feststehen (alle vorherigen Versuche sind nur "nett", aber bisher ausdruckslos ;-).

1. Nachtrag Mitte September: Der Körper hat sich gut entwickelt, der Geschmack ist wie ich von einem Porter erwarte (malzig, leicht röstig) ... wenn der Geruch noch etwas käme, wäre es toll ;-)

Werte: 14,0°P, 80 IBU, 60 EBC (geschätzt), 4,9 Vol. %

 

Sorachi Ace (single hoped)

Juli 2015

Citrus, Mango und Kokos ... der dritte Sud mit einem kraftigen Aromahopfen als Geschmacksträger (nach Citra und Simcoe). Ein freier Mittwoch war wieder genau der richtige Tag dafür, Start um 05.45 Uhr (auch brauen ist "Arbeit" - also Start wie im normalen Alltag ;-) ) und Feierabend um 12.45 Uhr (das ist allerdings im normalen Alltag eher nicht erlaubt ;-) ). Könnte sein, dass die Stammwürze etwas geringer geworden ist, aber wir haben Sommer, da sind "leichtere" Biere auch sehr schön.

Werte: 15,0°P, 60 IBU, 30 EBC (bernstein - geschätzt), 5,2 Vol. %

Simcoe IPA ("bernstein")

Juni 2015

Cassis- / Johannisbeeraroma in einem IPA, d.h. Simcoe als "Haupt"-Hopfen und in der Nachstopfung Verstärkung durch Cascade. Es klang einfach zu verlockend ;-) Ein freier (Urlaubs-)Mittwoch war genau der richtige Tag dafür, um dieses Projekt anzugehen. Ein weiteres Mal hat alles gut geklappt und die Ausbeute dürfte (nach dem Hopfenstopfen) bei ca. 18L liegen.

Werte: 14,0°P, 50 IBU, 30 EBC (bernstein - geschätzt), 5,2 Vol. %


Black IPA (also wieder dunkel)

Juni 2015

Drei Sorten Malz, vier Sorten Hopfen (Magnum, Citra, Amarillo und Cascade) .... ein IPA sollte es wieder werden, aber diesmal schwarz. Es wurde ein gemütlicher (Urlaubs-)Mittwoch-Vormittag, die Technik spielte mit, die Temperaturen blieben stabil, die Würze kochte wallend ... was will das Brauerherz mehr ;-)  Dank der geplanten Menge von 21L dürften diesmal vielleicht sogar 19L herauskommen.

Werte: 17,0°P, 80 IBU (ca.), 80 EBC, 6,4 Vol. %



Imperial-Stout (dunkel, schwarz, schwärzer)

Mai 2015

Es sollte noch einmal ein tiefschwarzes Stout mit einer kräftigen Schoko-Note werden ... diesmal allerdings nicht nur mit einem, sondern mit zwei (anderen) Hopfen. Die geplante Kombirast bei 68° (60 min) lief zwar zu 75% bei 69°, aber was soll's ... Da wir uns diesmal beim Hauptguss nicht verrechnet haben (siehe meine Erfahrung beim Citra unten), haben wir zu Gunsten der Ausbeute auf Stammwürze "verzichtet".

Werte: 19,0°P, 40 IBU, 158 EBC, 7,9 Vol. % ... um wenigstens auf ca. 18L zu kommen lhaben wir den Sud etwas "verdünnt" 

1. Nachtrag: Da die "Schoko" sich leider verflüchtigt hat, es aber ein (nach 3 Wochen) sehr gutes Imperial geworden ist ... mal eben den Titel verändert ;-)



Pale Ale (Citra Single hoped)

Mai 2015

Citra soll diesmal dem Pale Ale den Fruchtgeschmack bringen, daher fünf Gaben in verschiedenen Abständen während des Kochens (die Letzte zum Whirlpool). Es ist eine hellere Farbe (wie geplant) geworden und die 20L wurden auch (erstmalig) ohne weitere Zugabe nach dem Kochen erreicht. Die Basis scheint also gelungen ... Angestellt wird dann mit der Safale US05.

Werte: 13,0°P, 34 IBU, 30 EBC, 5,5 Vol. % ... 

1. Nachtrag: noch während des abendlichen Schreibens des Protokolls fiel es "wie Schuppen" ... war klar, dass erstmals die angepeilten 20L "locker" erreicht wurden, wenn man sich beim Hauptguss um +5L verrechnet ;-) ... egal, sind daher "nur" 13°P, aber ich hoffe, die US05 wird das schon richten ;-)

2. Nachtrag: die US05 hat's gerichtet ;-) ... 5,5 Vol.% ... nur ist das Bier sehr trüb geworden (eigentlich ein Fall für Irish Moos beim nächsten Mal)


Belgisches Tripel

Mai 2015

Da schwarze Biere einfach schöner aussehen (auch wenn es sich dabei um eine total subjektive Meinung handelt), waren 100g Röstmalz wieder in der Schüttung zu finden. Mit dazu Böhmisches Malz und "Special B" ... fertig war die Basis. Eigentlich ist dieses Rezept "nur" ein aufgepepptes Dubbel mit stärkerem Zuckeranteil (Belgischer Candis muss sein) und stärkerer Hopfung (mich überraschen lasse, ob das am Ende so passt). Der Name daher: "Tribbel".

Werte: 19,5°P, 28 IBU, 190 EBC, Ziel war 8,5 Vol. % ... trotz zwei Wochen Gärung sind "nur" 7,8 Vol. % geworden


                  

India Pale Ale

April 2015

Jepp, endlich wieder ein IPA ... drei Hopfensorten in verschiedenen Abständen, die Hauptgärung war kurz vor dem Ende, als nachgestopft wurde ... was will ein IPA mehr. Geplant sind 43 IBU ... gespannt bin, wie sich das Trio bewährt. Die Hefe arbeitete erfolgreich und emsig an ihren Aufgaben und schien sich wohlzufühlen (was wichtig ist). Immerhin ein "Veteran" ... US05. So blubbte es doch recht geräuschvoll erfolgreich vor sich hin bei 18°C.

Werte: 15,0°P, 43 IBU, 13 EBC, Ziel war 6,5 Vol.% ... etwas weniger Alkohol ist es geworden (5,8 Vol.%) ... egal

Coffee Stout

April 2015

Der "Keller-Einweihungs-Sud" ... geplant (und auch durchgeführt) am Ostermontag. Zu dritt haben wir ein Black Stout geschüttet und gerührt (weil für das Rührwerk noch ein paar kleine, aber entscheidene Teile fehlen). Es kam, wie es kommen musste ... wieder ein "Schiefgang". Der Hahn des Läuterbottich wurde beim Läutern nach (gefühlten) 200ml undicht ... ab dann wurde es eine Qual, weil nichts ist netter, als 78° warme Würze versuchen zu beeinflussen. Nach (gefühlten) zwei Stunden (in Echtzeit ca. 30min) war es dann egal und wir haben es nur noch laufenlassen. Die Maische war ja gefiltert, auch wenn der Sud nicht nur aus der eigentlichen Hahnöffnung kam ;-)

Werte: 16,0°P, 36 IBU, 232 EBC, 6,0 Vol.% ... hat alles gut geklappt

Alles in allem entstand ein schönes dunkles Stout mit einer wunderbaren Kaffeenote des Chocolate-Malz. Klar haben wir wegen den Haferflocken (mal wieder) die Pfade des Reinheitsgebotes verlassen - trotz allem sieht es wunderbar aus (siehe auch Bildergalerie).

Der erste Geschmack des Jungbieres lässt das Kaffee-Aroma deutlich spüren. Der CO2-Gehalt passt und wenn jetzt nach 4-5 Wochen Lagerung noch etwas Fülle dazukommt, dann ist es richtig gut geworden.



Belgisches Dubbel

Februar 2015

Und noch einmal ... diesmal als "show-Braugang" bei "Wurst und Bier 2015" in der Markthalle 9 (Eisenbahnstraße) am 8. Februar 2015 (siehe auch unter "events"). Natürlich wurde der Sud ordnungsgemäss beim Zoll vorher angemeldet ... zwar sollen lt. Steuerbescheid dafür 1,89 Euronen bezahlt werden, jedoch habe ich das Zollamt darauf hingewiesen, dass keinesfalls mehr als 500.000 Liter Bier in diesem Jahr herstellt werden, und damit die Steuerermässigung von 56% gem. § 2 des Biersteuergesetzes eigentlich greifen sollte. Das Anmeldeformular wird daher entsprechend ausgefüllt und die Steuer in Höhe von 1,06 Euronen pünktlich gezahlt. Es wurde ein Einspruchsverfahren wegen 0,84 EUR ... im Sinne der damit entstehenden Verwaltungskosten wegen weiterer Schriftsätze, die bestimmt in keinem Verhältnis von Nutzen und Kosten stehen, habe ich nach einem Telefonat 0,84 EUR überwiesen.

Hier das Rezept für diesen Braugang:  https://www.brewtoad.com/recipes/hasebier-lawton-belgian-dubbel




~~~~~~~~~~~~ 2014 ~~~~~~~~~~~~~~

Altbier (August)

Münchner Malz, Pilsner Malz, Caramelmalz, Hopfen, Hefe und Wasser ... es klang einfach und sollte daher unser "Einstieg" sein.  

Zum Glück hat der Kochautomat eine Temperaturautomatik, denn ohne diese wäre es beim ersten Mal doch etwas hektisch geworden. Vielleicht haben wir aber auch nur zu sehr versucht, genau die Rast-Temperaturen in den jeweiligen Zeiten einzuhalten. Am Ende war die Hefe das Problem ... ehe wir darauf kamen, dass die Temperaturangaben im Rezept falsch waren (Gärung danach zwischen 14 und 17°C - tatsächlich jedoch lt. Hersteller zwischen 18 und 22°C) waren zwei (unruhige) Tage vergangen. 

Was sagt uns das? Auch ein gutes Rezept sollte manchmal hinterfragt werden ...   

Fortsetzung: Wir haken diesen Versuch als "Anfänger"-Fehler ab (gehört nunmal dazu) ... siehe unten beim altdeutschen Hellen.

 

Bananenbier (August)

Als Hobbybrauer ist das Reinheitsgebot für Hasebier nur eine "Richtlinie", d.h. zwar nett, aber man darf auch mal was anderes (oder auch mehr) in der Flasche haben. Klar war der Weg zum Bananenbier daher nicht weit. Eigentlich soll dieses Bier aus Afrika stammen. Dort werden die Bananen wohl verbuddelt bis sie schwarz werden (wegen der Erde ?) und kommen dann in einen Topf mit Wasser. Angeblich wird dann der Mix gefiltert und mit Hefe vergoren ... soweit die Theorie.

Die Praxis war, dass die Bananen im Keller (verbuddeln ging nicht) nach gut einer Woche aufplatzten und penetrant rochen - von den Fliegen ganz zu schweigen. Das Pürree daraus sah schon komisch aus, mit Wasser dazu klarte es wenigstens auf. Aber das Filtern ... keine Chance ... das Zeug war (Mix sollte ja 1:1 sein) derart dickflüssig, dass es sich durch keine, wenigstens als Filter zu bezeichnende Gerätschaft pressen ließ. Also Hefe rein und gut war. Das fanden die Bananen wiederum überhaupt nicht witzig und schäumten derart hoch, dass nach bereits 8h nur noch ein Abschöpfen der braunen Schaummasse vor dem Überlaufen half. Mit jedem Tag der Gärung potenzierte+quadrierte sich auch die Anzahl der Obstfliegen.  

Derzeit habe ich daher eine Abfüllung vorgenommen (mit Zucker zur CO²-Nachgärung) bei echt ungewiss ist, ob sie jemals schmecken wird. Aus diesem Grund wurde deshalb auch noch kein Foto davon eingestellt (Fortsetzung dazu wird bestimmt folgen).   

Fortsetzung: Das "Bier" wurde nach 8 Wochen verkostet ... die Gesichter sagen alles.

Scottish Ale  (August)

Der Schotte ist das letztes August- "Baby" ... eigentlich mit vollem Namen "Scottish Ale" und wurde in den Abendstunden des 23. August 2014 gekocht.  Drei Malzsorten, dazu etwas Zucker und Haferflocken (ein Hobbybrauer darf so etwas verwenden ;-) und Scottish Ale – Hefe … dank Internet waren die Zutaten einfach zu besorgen. Die Verwendung von zwei Hopfensorten war eine Steigerung um glatte 100%.

Eigentlich lief alles entspannter als beim ersten Mal ... aber eben nur eigentlich. Am Ende haben wir doch wieder wie "Anfänger" gearbeitet (aber eigentlich haben wir ja auch das “A“ noch auf dem Rücken ;) Der Trubfilter rutschte nach dem Hopfenkochen teilweise wieder in den Sud. Es sah' danach zwar erst einmal gar nicht so schlimm aus (was immerhin eine beruhigte Nacht bescherte) - bis die Hefe nach zwei Tagen anfing zu arbeiten und die Krümel nach oben schubste. Ab dem Zeitpunkt war es dann schwer zu sehen, ob es ein "guter" Gärschaum war, der sich bildete, oder doch nur ein "pöser" Krümelteppich. Wir haben jedes Sieb zum Einsatz gebracht (sogar noch extra-feine Gerätschaften im Trödelladen nachgekauft) ... es blubbte trotzdem immer wieder (aber wenigstens mit abnehmender Menge nach jedem sieben). Trotz allem lief der Schotte aber beim Abfüllen glatt in sein neues 0,5l-"castle".

Fortsetzung: Wir haken aber auch den Schotten als "Anfänger"-Fehler ab ... siehe unten beim altdeutschen Hellen.

 

Irish Stout (September)

Da der Gärbehälter wieder frei war und die Gelegenheit günstig, wurde als nächstes ein Irish Stout angesetzt - allerdings aus vorbereitetem Extrakt, dazu Hefe sowie Zucker. Gilt die Verwendung von Extrakt noch als "brauen"? Egal ... am Ende kommt das gleiche Resultat bei heraus (wenn auch mit anderem Aroma). 

Die Temperaturen haben diesmal etwas zu schaffen gemacht, da die irische Hefe eine "Lieblingstemperatur" zwischen 21-24°C hat. Da half nur noch, abends etwas künstliche Wärme zu erzeugen (und das im "Sommer" in Berlin).  

Das Schöne ist, dass ich auf jeden Fall wenigstens die Farbe von einem Stout hinbekommen habe … dieser sehr dunkle, fast schwarze Schimmer mit einem leicht dunkel-goldenen Schaumeffekt. Immerhin war es nach 7 Tagen Gärung so weit, abzufüllen. Nach 5 Tagen war zwar eigentlich der Restzucker schon bei 3%, jedoch wollten wir auf "Nummer sicher" gehen, als bei steigenden Außentemperaturen doch wieder kleine Schauminseln oben schwammen. Zur Carbonisierung wurden vier Gramm Zucker je 0,5l Flaasche verwendet. 

Fortsetzung: Das Stout sieht im Glas so aus, wie man es sich gewünscht hatte ... fast schwarz mit einer goldenen Krone. Auch der Geschmack wurde so gut getroffen, dass die ersten Flaschen bereits wieder auf eine nächste Füllung (womit auch immer) warten.

 

Kirschbier (September)

Nachdem das Bananen-Projekt doch so etwas geruchs- und fliegenartig scheinbar danebenging, haben ich mich dazu entschlossen, der kleinen roten Steinfrucht eine Chance zu geben.

Kirschbier …. das erweckt zumindest bei uns Assoziationen mit Belgien & Brüssel … keine Angst, Marken werden nicht genannt. Aber eigentlich (zumindest für die Frauen) sehr angenehm im Geschmack. Alleine schon um zu zeigen, dass Hasebier nicht nur „Männer“-Bier braut, stellte ich mich dieser Herausforderung.

Auf Basis einer „schnöden“ Pils-Extrakt-Dose, einer größeren Menge Kirschsaft sowie Zucker und öbergäriger (wegen der Temperaturen) Trockenhefe habe ich ein paar Sud-Liter vor sich hin blubbern lassen. Es war wieder einmal ein Experiment (was im Übrigen leider auch wieder die Obstfliegen schön fanden). 

Das Ergebnis war nett, allerdings kam der Geschmack der Sauerkirsche sehr stark durch, das heißt es wurde ein schönes rotes spritziges Bier mit einem deutlichen Sauerkirsch-Aroma.

update November 2014:

Ungehopfter Malzextrakt, Süsskirschsaft (kurioserweise nur über das Internet beziehbar), Zucker und Trockenhefe … dazu etwas Bitterhopfen. Die Süße lässt sich hinter dem Hopfen erahnen, die Kirsche auch … ein Bier für Liebhaber der Gegensätze in einem Bier.


update Dezember 2014:

Und wieder ungehopfter Malzextrakt, Süsskirschsaft (zum Glück beim ersten Mal gleich genug bestellt), Zucker und Trockenhefe … diesmal ohne(!) Bitterhopfen und etwas weniger Zucker. Das Ergebnis ist diesmal ein doch recht süffiges, nach Kirsche schmeckendes süßes Bier. Durch den fehlenden Hopfen hat es allerdings keine sehr lange Haltbarkeitsdauer (wird es wohl auch nicht benötigen).

 

Cerveza Mexicana (September)

¡ viva méxico !

 

Es war irgendwie klar, dass in den „Kochpausen“ auch una cerveza de Mexico probieren werden muss … wenn auch wieder als „Dosenbier“ (sorry). Immerhin kann man dann (nach den Verkostungen) in Sachen Extraktbier bei mehreren Sorten mitreden.  

Der Sud ist fertig als Extrakt in der Büchse und wird mit Zucker oder Malzextrakt im heißen Wasser aufgelöst. Dann kommt kaltes/warmes Wasser hinzu, sodass bei Erreichen der vorgegebenen Gesamtliterzahl die Anstelltemperatur (die Temperatur, bei der die Hefe zugegeben wird) entsprechend des angegebenen Rezeptes ist – in diesem mexikanischen Fall 30°C. Zugegeben, das ist die einzige „Herausforderung“ … was aber auch bedeutet, dass solch‘ ein Sud innerhalb von ca. 30min bereits zur Gärung abgestellt werden kann – also gut für zwischendurch.

El méxico arbeitete gut mit, der Hefeschaum kam relativ schnell hoch und die Farbe wurde etwas "blond", wie man (oder wir) es von einem Bier aus einem sommerge(ver)wöhnten Land erwarten und kennen.

Fortsetzung: Als ich in den letzten warmen Tagen des Oktobers dachte, dass der Mexikaner, wenn auch erst vier Wochen gelagert, doch dazu passen würde, waren die Enttäuschung doch etwas gross. Trotz der Sonne wollte kein "Mexico"-feeling aufkommen ... zu bitter.

Fortsetzung: Noch einmal drei Wochen später, hat der Mexikaner seinen Geschmack zum Vorteil verändert. Nach nun sieben Wochen Lagerzeit ist ein typischer weicher Geschmack entstanden, der in jedem Fall an Mexico erinnert (auch dank' einer hier nicht genannten grossen Biermarke von dort).

 

India Pale Ale (September)

Nachdem la cerveza in den Flaschen war, schaute ich, was ein „IPA“ so macht. „IPA“ soll ja total „hipp“ sein und heißt mit vollem Namen „India Pale Ale“. Da immernoch "Braupause" war, ist auch das IPA ein Extraktbier. 

Wiki meint an dieser Stelle: „Dieses Bier wurde im 19. Jahrhundert in England und Schottland für die indischen Kronkolonien gebraut, dort war es unter den Kolonialtruppen sehr beliebt. Da es die lange Seefahrt überstehen musste, wurden an die Haltbarkeit besonders hohe Ansprüche gestellt. Der hohe Alkohol- und Hopfengehalt waren nötig, um die Umrundung von Afrika überstehen zu können. Den Suez-Kanal gab es zu damaliger Zeit nicht, so dass normales Bier auf den Segelschiffen mangels Kühlräumen verdorben wäre.“

Hmm ... nun umrunden wir ja hier nicht das Kap der guten Hoffnung (trotz der guten Hoffnung auf ein sehr gutes Bier), wollen das Bier auch nicht mitnehmen zur Fremdenlegion (sind zu alt dafür) und den Suezkanal gibbet auch schon ... mal sehen, wie sich der Kollege so auf Dauer verhält, wenn er nicht schaukelt beim lagern und auch keine Salzluft hat. Im Zweifel werden wird alle zwei Tage ein paar Shanties neben den Flaschen abgespielt - wird bestimmt auch gehen.

Fortsetzung: Das IPA schein gelungen. Nach sechs Wochen Kelleraufenthalt hat die Verkostung einen sehr interessanten, angenehmen Geschmack ergeben.

 

 

Ginger (September)

Und wieder ein Bier, welches im reinheitsgebotenen Deutschland diese Bezeichnung nicht tragen darf: „Ginger Bier“. Trotzdem war es einen Versuch wert, auch dieses Gebräu anzusetzen. Ginger = Ingwer, was also bedeutet, dass ein Kräuter-„Bier“ hergestellt wurde … kann nur gesund sein, wenn man folgendes erfährt:

"Ingwer soll ein gutes Mittel gegen Übelkeit und Erbrechen sein. Die Ingwer-Inhaltstoffe hängen sich an  Rezeptorstellen eines Nervenbotenstoffes auf den Nervenzellen an, so dass das Brechzentrum in der Denkschale nicht aktiviert werden kann und die Übelkeit ausbleibt" ... na das wäre doch mal ein „Bier“ für diejenigen, bei denen bei anderen Biersorten nach fortschreitender Zeit in paralleler Abhängigkeit der geleerten Gläser  der Magen meint, der Weg der Entleerung nach oben wäre einfacher und kürzer. Einfach mal das Brechzentrum überlisten …

"Auch gilt die Ingwerwurzel als wärmende Arznei und kommt daher auch gegen Erkältungskrankheiten zum Einsatz. Die Einnahme von Ingwer bei den ersten Anzeichen einer Erkältung gibt sehr gute Chancen, den Ausbruch der Krankheit zu verhindern." ... Na das ist doch mal ein Grund, ein Bier "prophylaktisch" für die Gesundheit zu trinken.

Fortsetzung: Erstaunlicherweise ist das Gingerbier, wenn auch ziemlich süss, doch bereits nach drei Wochen Kellerzeit sehr schmackhaft. Wenn man nicht wüßte, dass ca. 5% Alkohol enthalten sind, würde man eher auf eine Sommerbrause tippen.

Belgisches Dubbel (September)

Es sollte wieder etwas exotischeres sein und der Reiz belgischer Mönche ist einfach zu groß … belgisches Klosterbier war der Koch-Sud des ersten Oktober-Wochenendes. Zwei Teile Malz, vier Rastzeiten beim maischen, zwei Hopfensorten … und eben Zucker. Aber dafür lief es „wie am Schnürchen“. Diesmal ist (zumindest erkennbar) nix schiefgegangen, nix danebengelaufen und auch nix wieder irgendwo hineingerutscht (also unser "A" damit endgültig vom Rücken gekratzt haben).

Jedenfalls war es schön zu sehen, wie sich beim Kochen das Cara-Malz mit seiner schwarzen Farbe anfing durchzusetzen um dem Bier die klostertypische Farbe zu geben (oder hat schon mal jemand Mönche mit "blonden" Kapuzen gesehen?).

Und der Name? Na der stand auch schon fest: "Bruder HaSe".

Fortsetzung: Da unser "Bruder" ebenfalls ein Opfer des Hopfenfehlers wurde (siehe Erkenntnis beim altdeutschen Hellen), sind die Zutaten bereits noch einmal besorgt und Hasebier wird die Herausforderung noch einmal annehmen. Brüder lässt man nicht im Stich ...

update November 2014:

Wir haben es nochmal getan ... wir hatten es uns vorgenommen und daher auch umgesetzt: Bei inzwischen doch etwas ungemütlichen 7°C haben wir das Dubbel in einem zweiten Gang noch einmal gebraut- diesmal in der Hoffnung, nun wirklich endgültig alle Fehler "ausgemerzt" zu haben. Anstatt normalen Haushaltzuckers haben wir holländischen Zuckersirup verwendet und am Ende ..., ja am Ende hat sogar der "Whirlpool" nach dem Hopfenkochen funktioniert. Es war das erste Mal und wir waren doch sehr erstaunt, wie gross der durch den Tortenring "gefangene" Trubkegel ist (das hatten wir in der Vergangenheit immer im Trubfilter ... o.o ... Bilder siehe Fotogalerie).

update Februar 2015

Und noch einmal ... diesmal als "show-Braugang" bei "Wurst und Bier 2015" in der Markthalle 9 (Eisenbahnstraße) am 8. Februar 2015 (siehe auch unter "events"). Natürlich habe ich den Sud ordnungsgemäss beim Zoll vorher angemeldet ... zwar soll lt. Steuerbescheid dafür 1,89 Euronen bezahlt werden, jedoch habe ich das Zollamt darauf hingewiesen, dass keinesfalls mehr als 500.000 Liter Bier in diesem Jahr hergestellt werden, und damit die Steuerermässigung von 56% gem. § 2 des Biersteuergesetzes greifen sollte. Das Anmeldeformular wird daher entsprechend ausgefüllt und die Steuer in Höhe von 1,06 Euronen pünktlich gezahlt.

Hier das Rezept für diesen Braugang:  https://www.brewtoad.com/recipes/hasebier-lawton-belgian-dubbel


Altdeutsches Helles (Oktober)

Ein obergäriges Helles stand nach den zahlreichen Exoten zwischendurch auf dem "Brautag"-Programm. Drei Sorten Malz, etwas Hefe in zwei Schüttungen ... immerhin doch so entspannt, dass genug Zeit blieb, die ersten beiden Versuche endlich (nach 8 bzw. 6 Wochen Kellerzeit) zu verkosten.  

Tja, es kam wie es kommen musste ... der Geschmack war sehr gewöhnungsbedürftig und als wir bei der zweiten Probe feststellten, dass beide Biere ähnlich schmeckten, begann die Ursachenforschung. Man war so sicher, so ziemlich alles richtig gemacht zu haben. Immerhin ließen wir das altdeutsche Helle nicht im Stich und kümmerten uns weiter um die Einhaltung der Temperaturen und Rastzeiten, obwohl wir immer weiter grübelten, was gerade verkehrt läuft.

Erst der verstopfte Hahn des Kochtopfes brachte die Erkenntnis, das wohl nicht nur die ersten beiden "Koch"-Sude, sondern auch der "Bruder HaSe" klassisch wie die Anfänger "in den Sand gesetzt" wurde. Wie gewohnt sollte die Speise nach dem Hopfenkochen abgefüllt werden, nur ging es nicht wegen besagtem verstopftem Hahn. Erst fluchend, dann dankbar werdend kam die Erkenntnis in diesem Moment über den Fehler: Die Speise wurde bisher immer ungefiltert abgefüllt. Damit kam bei Zugabe zur Abfüllung diese ungefilterte Hopfenflüssigkeit wieder in den Sud und der eigentlich gewünschte Geschmack dürfte sich damit erledigt haben.

Immerhin sind kann man nun noch gespannter sein, wie der "Heller HaSe" sich entwickelt und ob er sich geschmacklich von seinen Vorgängern abhebt. Diese werden noch mehrere Wochen lagern, in der Hoffnung, der Hopfengeschmack ändert sich noch.

Kurz vor dem Abfüllen kam die Überlegung, dass es Sinn macht, eine Carbonisierung mit Speise und Zucker doch direkt zu vergleichen. Es wurde daher die Hälfte dieses Sud's mit Speise und die andere Hälfte mit Zucker versetzt.


Urbräu (Oktober)

Und wieder ein „Zwischendurch“-Bier, angesetzt aus vorgefertigtem Extrakt, diesmal allerdings unter Zugabe von Malzextrakt-Mischung statt Zucker.

Urbräu ist eine Ur-Variante des obergärigen, etwas dunkleren Biertyps. Es soll etwas hopfiger als die helle Variante sein, aber auch fruchtig-frisch und malzbetont ... wenn alles richtig gemacht wurde, ein recht süffiges Bier mit einem überzeugenden Abgang. Soweit die Theorie …

 

Roter Weizendoppelbock (Oktober)

Vier Sorten Malz mit einer Schüttung von insgesamt 7,0kg brachte den kleinen Kocher an seine Kapazitätsgrenze ... aber es sollte unbedingt auch einmal ein Bockbier sein. Mit dem Paddel immer wieder vorsichtig gerührt ist es sogar gelungen, kein Malz anbrennen zu lassen. Immerhin war am Ende der dritten Rast sogar eine rötliche Farbe erkennbar, die dem Bock seinen Namen gab.

Ingesamt war es ein entspannter sonniger Novembertag, der zwischendurch auch genug Zeit lies, die oben genannten Versuche, welche inzwischen ihre Mindest-lagerzeit hinter sich gebracht hatten, fleissig der Reihe nach zu verkosten.

Diesmal wurde nur einen Liter Speise abgenommen, da wie geplant mit Zucker, als auch mit Speise karbonisiert werden sollte.


Belgisches Triple (November)

Wenn auch nur als Extraktbier, so wollte ich doch einmal ein etwas "gehaltvolleres" ... sprich "alkoholischeres" Bier versuchen.

Ein belgisches Triple sollte es sein, d.h. ein helles Abteibier dieser Sorte. Dabei handelt es sich um obergärige Biere, die entweder noch in Abteibrauereien nach jahrhundertealten Rezepten erzeugt, oder aber in Lizenz von professionellen Brauereien hergestellt werden.

Angepeilt war ein Alkoholgehalt von 8,5% ... aber der Abteibruder wollte wohl nicht aus der Runde der ihn umgebenen Biere ausscheren und hat sich (leider) nur eingereiht ... d.h. bei ca. 6,1% war Schluss mit der Vergärung (Restzuckergehalt 4,5%). Schade ... aber Hasebier wartet die "berühmten sieben Wochen" und wird erst dann ein erstes Urteil fällen.

update (nach sogar acht Wochen):

Ein nettes Bier für zwischendurch, allerdings ohne grossen Aha-Effekt trotz dem etwas höheren Alkoholgehalt, der doch zu merken ist.


Amber Pale Ale (Dezember)

Der kalten Jahreszeit entsprechend ist Hasebier den „Extrakt“-Pfad weiter gewandert. Basis war diesmal die Würze eines Pale Ale benannt nach der Rache eines englischen Admirals.

Pale Ale sind obergärige Biere mit vorwiegend hellem Malz, wodurch die hellere Farbe zustande kommt. Wiki meint: Der Begriff "Pale Ale" erschien erstmals um 1703 für Bier aus Malz mit getrocknetem Koks  in einer helleren Farbe als andere populäre Biere zu dieser Zeit.

Amber Ale ist ein Begriff in Australien, Frankreich und Nordamerika für Pale Ale mit einem Anteil von Bernstein-Malz bzw. manchmal Kristall-Malz, welches eine Bernsteinfarbe allgemein im Bereich von Lichtkupfer bis Hellbraun produziert.

Vom Geruch und Geschmack her soll dieses Bier fruchtig/zitronig sein. Nach acht Wochen Lagerung wurde das Ziel erreicht ... es schmeckt.